Projektbeschreibung
BLUTENDE ERDE
 

Getanzte Welle. Im Dreivierteltakt, Stakkato oder lyrisch feminin, sanft, verletzt. Transparente Bewegungen, die von Ornamenten gehalten, von Löchern durchbrochen sind, mit einer Vielzahl von Requisiten, die scheinbar wahllos gewählt, doch ein Ziel haben. Die Bewegung eingefroren in Gips, an der Wand, im Raum, als Installation.

Unter diesen Gesichtspunkten entstand eine neue künstlerische Form von Bewegung und Ausdruck. Wo nicht der Mensch im Zentrum steht, sondern das Objekt und der Raum.

Durch das Stück „Mind the Gap“ in einem Luftschutzbunker, entstanden die ersten Ideen zu einer Installation zum Thema „Blutende Erde“, die in München 2005 im Rahmen der Open Westend Tage unter dem Titel „Objektinstallation im privaten Raum“ erstmals gezeigt wurde und fand seine Fortsetzung unter dem Titel „Objektinstallation im literarischen Raum“ bei den Westendstudiotagen 2007.

„Die blutende Erde“ ist ein Projekt, das seinen Ursprung in den wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Problemen und Ereignissen der letzten Jahre begründet sieht.

Die Objekte verstehen sich weniger als Kunstobjekte sondern als Mahnobjekte einer sich deutlich verändernden Gesellschaft.

Die Installation soll dem Betrachter mit thematisch ausgerichteten Texten einen Anstoß geben, aufmerksam und kritisch zu bleiben in Anbetracht demokratischer Werte.

Der Zyklus „blutende Erde“ ist in Form einer Welle dargestellt. Die Welle, als Sinnbild des vollkommenen, fortlaufenden und immer wiederkehrenden Elementes. Sanft, zerbrechlich, feminin, auf dem Zenit durchbrochen von Einschlaglöchern, Verletzungen, die durch den Menschen verursacht wurden. Drei Löcher, die Augen und eine Nase symbolisieren, in einer vordergründig makellosen, weißen Umgebung, einen scheinbar unantastbaren Kokon, vor dem die Realität wartet.

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,,Der Mund kann lügen, die Augen und die Nase nicht.“

 

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